Portrait Benjamin Foerster-Baldenius

Das Folkwang Graduate Programm Heterotopia begrüßt seinen neuen Gastprofessor für transdisziplinäre Gestaltung Benjamin Foerster-Baldenius. Er wuchs in Hamburg auf, studierte in Berlin und Kopenhagen Architektur, gründete 1997 das Institut für angewandte Baukunst in Berlin und ist seit 1999 Mitglied der Architektenfamilie raumlaborberlin, die mit Beiträgen auf der 9., 10., 11., 12. und 13. Architekturbiennale in Venedig vertreten waren.

Er lehrte unter anderem 2010/11 als Professor für Architektur an der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag (VSUP), und 2011/12 als Gastdozent an der Kunsthochschule Weißensee im Masterstudiengang Raumstrategien.

Benjamin Foerster-Baldenius wird für ein Jahr das transdisziplinäre Programm des Graduate Studiengangs leiten. Im Wintersemester 2014/15 initiiert er das Projekt „Der Rummelplatz des Kollektiven“. Der Kollektive Raum umgibt uns allenthalben, so Foerster-Baldenius, in WG’s, Arbeitsgruppen, Aktionsbündisse, Freizeitgruppen, Klassen, Vereine, Verbände, Parteien, Familie, Facebook. Vor allem für Gestalter lohnt es sich ein Verständnis für das Kollektive zu entwickeln. Mit transdisziplinärer Arbeit kommt man angeblich weiter, aber wie macht man das eigentlich? Und, ist der Konsens nicht der Abgrund? Ist Gestaltung nicht Chefsache?
In diesem Praxisprojekt wird in Gruppen gearbeitet werden. Die Studierenden werden mit Menschen reden, die kollektiv und transdisziplinär arbeiten und werden über die Hochschule hinweg selbst Kooperationen aufbauen.
Das Medien-Methoden-Theorie-Seminar „Verhandlungsräume“ bildet dazu die Grundlagenarbeit. Aufbauend auf Raumanalysen werden Modelle gebaut, Regeln erfunden und 1:1 Raumexperimente gemacht, um Wege zu finden den Raum der Entscheidung zu manipulieren.
Das Hauptziel ist nichts geringeres als einen Raum vorzuschlagen, in dem die nächste Weltklimakonferenz im Dezember 2015 in Paris nicht scheitern kann. Geplant ist, diesen Raum im Mai 2015 im Theatre des Amandier in Nanterre/Paris der Öffentlichkeit zu präsentieren.

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